Auf vielfachen Wunsch wieder online:
www.frequenznormal.de.vu

Technik vom Funkamateur, ausschließlich für Funkamateure; nicht kommerzieller Hobbybereich!

Wichtiger Hinweis: Bei dieser Technologie ist auch GPS-Ankopplung möglich!

+++++ Version vom 23. Juni 2006 +++++
Der folgende Inhalt dient nur zur technischen Information
da die Übertragung von analogen Fernsehsignalen eingestellt wurde!
Bausätze und spezielle Teile sind deshalb auch nicht mehr verfügbar!
Einige Bilder und Namen sind urheberrechlich geschützt!

 

Video-Frequenznormal mit 8-pin PIC® - Microcontroller Layout der Platine


Die Technik des Funkamateurs ist weitgehend digitalisiert und synthesizergesteuert. Jeder verlässt sich auf die angezeigten Ziffern und schwört auf deren absolute Richtigkeit. Die fast schon legendäre Aussage: „Wer misst, misst Mist!" hat trotz voranschreitender Digitalisierung nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Ein Frequenzzähler und auch die µP-gesteuerte Synthesizeranzeige ist nur so genau wie das dahintersteckende Referenzsignal, welches meist aus einem Quarzoszillatorsignal von 10 MHz abgeleitet ist. Wiche dieses Signal, beispielsweise durch Temperatureinflüsse nur um 100 Hz ab, dann würde ein damit angesteuerter Frequenzzähler, oder auch ein Synthesizer bei einem GHz eine Abweichung von 10 kHz zeigen. Der Fehler hat sich also im Frequenzverhältnis vervielfacht. Was nützt da eine aufwändige Zählertechnologie mit einer Auflösung von einem Hertz, wenn das abgelesene Ergebnis ein ungenaues Ergebnis zeigt, sprich die letzten vier oder fünf Stellen von 10 Digits nur „Hausnummern" sind? Die vorliegende Schaltung hilft, dieses Problem mit einfachsten und kostengünstigen Mitteln auf ein vernachlässigbares Minimum zu reduzieren.

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1.  Lösungsansätze

Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren damit, meine erzeugten Frequenzen durch Funkanbindung an frequenzkonstante Referenzsignale zu kontrollieren. Es entstanden unterschiedliche Konzepte. Hier kann man sich einen kleinen Einblick über die Entwicklungsarbeit verschaffen.
Das hier vorgestellte, ultimative Modul©, mit den einzigartigen Daten dient primär zur temporären Kalibrierung von eigenen Referenzquellen, beispielsweise solcher von Frequenzzählern, Synthesizern, Messplätzen, Funkgeräten, u.s.w. Dazu gibt es verschiedene Methoden. Üblich ist die Verwendung eines Oszillosgraphens; entweder durch Überlagerung, bzw. Vergleich von Referenz- und zu korrigierendem Oszillatorsignal über beide y-Kanäle oder durch Lissajousdarstellung im x/y-Mode, wobei auch eine sog. Oberwellenvergleichsmessung möglich ist. Logischerweise wird die "Vergleichsmessung" nach kurzer Zeit abgeschlossen sein und erst bei Bedarf zur Kontrolle nach Tagen, Monaten oder vielleicht nach Jahren wiederholt.
Und somit ist man voreilig geneigt, anzunehmen, so ein Ding kann man ja doch dann eigentlich ohne weiteres entbehren. Und das ist dann wieder einer der vielen Trugschlüsse, welchen man doch so leicht verfallen ist.

Erst wenn man in der glücklichen Lage ist, endlich einmal eine solches, "schnell rastendes" Referenzsignal zur Verfügung zu haben, wird man dankbar dessen Vorzüge genießen. Endlich ist es nämlich dann möglich, "echte" Frequenzmessungen zu machen. Schnell wird man erkennen, wie ungenau und instabil doch ein Quarzoszillator ist, wie leicht sich dieser mit einfachen Mitteln bändigen lässt, wie sich verschieden Parameter auf die Stabilität auswirken, u.v.a.m. So ist es beispielsweise schlichtweg einfach unmögliche einen primitiven Quarzoszillator temperaturkompensieren und damit optimieren zu können, wenn ein ensprechend stabiles Referenzsignal fehlt. Ich will hier nicht unbedingt ins uferlose Schwärmen verfallen, aber soweit versuche ich doch jeden Leser zu überzeugen, dass hier viele Ansätze zur praktischen, technischen (Selbst-)Betätigung schlummern, welche unser technisches Hobby erst so interessant machen, und welche auch einen opportunen Zweck erfüllen. Bau, Stabilisation und Optimierung von Oszillatoren ist wirklich noch ein (weitgehend "unerforschter") Bereich, wo man sich dann auch ohne jahrzehntelange Erfahrung, ohne riesigen Messpark praktisch betätigen kann und das Ergebnis recht wahrscheinlich von Erfolg gekrönt sein wird. Wer hier Parallelen zu dem euphorischen Schrei: "Ich habe Feuer gemacht!" des "verschollenen" einzig den Flugzeugabsturz überlebenden Kulturbürgers auf der einsamen, menschenleeren Wildnisinsel sieht, der hat sicher das richtige technische Faible und auch das nötige Feeling!

Natürlich ist es theoretisch leicht möglich, das Modul als eigenständigen, dauerhaft arbeitenden Referenzoszillator, beispielsweise in einem Frequenzzähler zu verwenden. Es beinhaltet aber einen nicht zu übersehenden Nachteil, nämlich, dass bei einer Störung oder beim Ausfall des Signals keine Messungen mehr möglich sind. So bietet sich hier nur als Alternative eine externe, wahlweise umschaltbare Einspeisung, oder eine Fremdsynchronisation an, welche beispielsweise automatisch umschaltet, bzw. aktiviert. Das setzt demzufolge einen entsprechenden Aufwand voraus, welcher von Fall zu Fall individuell gelöst werden muss. Eine Universallösung mit eigenständigem Tuner, automatischer Sendersuche und freilaufendem, synchronisierbaren TCXO ist kurz vor der Vollendung und wird nach Abschluss aller Tests hier auch vorgestellt. Es sei aber schon vorab erwähnt, dass diese Luxuslösung des Problems, aufwendiger und auch etwas teurer wird. Ohne das hier beschriebene System, begleitet "als rechte Hand" bei der kompletten Entwicklungarbeit, hätte ich jedoch kleinlaut kapitulieren müssen; die Konstruktion einer solchen Highend-Technologie ware unmöglich gewesen.
 
 

2. Regelverfahren

Die „Anbindung" eines Oszillators an das Videosignal ist nun wirklich nichts neues. Bei der Digitalisierung eines Fernsehbildes, z. B. in einem PC oder bei der Fremdsynchronisierung einer Videoquelle wird sie alltäglich angewandt. Auch die Taktrückgewinnung beim VPS-Dekoder funktioniert nach diesem Verfahren. Dazu verwendet man häufig eine PLL-Schaltung, vorwiegend mit ICs aus der Standard-CMOS-Reihe. Der dafür notwendige PLL-Baustein mit der Typenbezeichnung CD4046 dürfte hinlänglich bekannt sein. PLL steht für „phase lock loop", was nichts anderes als „Phasenregelschleife" bedeutet. Natürlich haben schon viele Funkamateure diese Technik als Lösungsversuch für ein Frequenznormal umfunktioniert. Vom Prinzip her ist das auch leicht möglich. Der Einfachheit halber könnte man dazu gleich ein billiges IC zur VPS-Dekodierung verwenden. Man vergisst aber dabei meist, dass das Vergleichssignal auf dem Funkwege ins Haus kommt. Phasenverschiebungen und Laufzeitänderungen auf der Übertragungsstrecke führen zu Phasenverschiebungen beim Vergleichsoszillator. Für die Videoanwendung ist das durchaus von Vorteil, da die Bildinformation genau die gleichen Laufzeitverschiebung durchläuft und so bei der heimischen Anwendung  adaptiert werden muss. Für ein Frequenznormal liegen die Dinge anders. Jede Phasenänderung, und wenn sie nur in der Impulsabtrennung durch Pegelschwankungen und Regelvorgänge zustande kommt, wirkt sich störend auf den Vergleichsoszillator aus. Zusätzlich vervielfacht sich der „Phasenhub" mit dem Teilerverhältnis von Oszillatorfrequenz zu Vergleichsfrequenz. Steuert man mit dem Vergleichsoszillator einen Synthesizer, überträgt sich die Phasenmodulation zusätzlich mit deren Teilerverhältnis auf die Ausgangsfrequenz. Verwendet man den PLL-geregelten Oszillator für einen Frequenzzähler, so wirken sich Phasenänderungen auf winzigste Differenzen in den Torzeiten aus, welche zu unterschiedlichen Anzeigewerten führen. Über längere Zeit hinweg werden sich allerdings rein theoretisch positive und negative Phasenabweichungen gegenseitig wieder kompensieren. Versucht man nun listigerweise durch extrem lange Regelzeitkonstanten dem aufgezeigten Problem habhaft zu werden, führt das zu Überschwingen bis hin zum „Ausrasten" der PLL.
Für eine der vielen veröffentlichten PLL-Schaltung sehr gut konzipierte Lösung nenne ich hier exemplarisch das Frequenznormal® von www.id-elektronik.de, welches von Ewald Göbel,  DK2DB entwickelt wurde. Interessant sind aber die wertfreien Vergleichsergebnisse: Hier soll keine Kritik geäußert werden. Die Schaltung ist durchdacht konstruiert, aber bei dieser Technologie, welche bisher einfach usus war, regelt die PLL-Schaltung (zu) schnell (auf Kosten der Kurzzeit-Frequenzkonstanz), was aus den Messwerten im dort wirklich ausgezeichnet dokumentierten PDF-File eindeutig hervor geht. Auf der Übertragungsstrecke zwischen Sender und Empfänger sind eben nun einmal atmosphärisch bedingte Phasenänderungen; und die beinflussen unweigerlich eine PLL! Wie kann man nun gegen dieses Phänomen ankommen?

Zur Realisierung meines "funkgeregelten" Frequenznormals führt deshalb ein anderer, innovativer Weg©nämlich die FLL, sprich „frequency lock loop", zu deutsch die „Frequenz(nach)regelung". Phasenänderungen wirken sich hier nicht mehr störend aus, wenn man durch Wahl geeigneter Zeitkonstante in der Regelschleife ihr Auftreten integriert. In der Hardware wird das so realisiert, dass die Regelzeitkonstante auf einen größeren Wert erhöht wird, dass jegliche kurzzeitige Phasenänderung (auch die Quantisierung bei einer zwischengeschalteten Digitalisierung auf den Richtfunkzubringern!) gerade nicht mehr zum Tragen kommen kann. Dafür muss aber der nachgeregelte Oszillator für diesen Zeitraum absolut stabil bleiben. Auch Betriebsspannung und Temperatureinflüsse dürfen während dieses Zeitraums die Oszillatorfrequenz nicht störend verändern. Welche weiteren Unterschiede beide Regelverfahren in sich bergen, soll hier nicht näher erörtert werden, da das den Rahmen dieses Artikels sicher sprengen würde.

 
 

3. Funktionsbeschreibung

Das vorliegende Modul erzeugt nun hochgenaue Eichfrequenzen von 1 MHz und 10 MHz. Dazu werden die horizontalen Synchronisationsimpulse das normgerechte FBAS-Signal vom ZDF®-Programm ausgewertet, welches aus einem normalen Fernsehtuner eingespeist wird. Diese Sendeanstalt hat sich als Maxime gesetzt, ihre Signale durch ein DCF-77 - geregeltesRubidium-Frequenznormal ständig hochgenau zu produzieren und über die komplette Senderkette phasensynchron zu übertragen. Diese Tatsache macht man sich nun zu Nutze.
 

Neben einem zentralen 8-Pin PIC-Microcontroller befinden sich auf der Platine, vom Spannungsregler abgesehen, nur noch zwei weitere ICs, ein CMOS-Teiler und ein Video-Sync-Separator. Es wird der LM1881N von National Semiconductors verwendet. Wobei der weniger gebräucliche EL4581C von Elantec ebenso funktionieren müsste. Über die markierten Links lässt sich das Datenblatt der Hersteller im PDF-Format downladen. Obwohl diese beiden Bausteine recht unscheinbar in ihrem 8-Pin-Plasikgehäuse zu sein scheinen, leisten sie doch gewaltiges an Impulsabverarbeitung. Schließlich muss noch die für den Anwender nutzbare universelle Frequenz erzeugt werden. Das bewerkstelligt ein VCXO. FlussdiagrammDieser wird konventionell mit zwei Transistoren realisiert, wobei der Darlington nur als Ausgangspuffer dient. Gleichspannungsfrei, durch Kondensatoren getrennt, können an den Ausgängen 10MHz und/oder 1MHz hochohmig oder mit üblicher 50-Ohm-Impedanz, bei min. 3 dBm Pegel abgenommen werden. Die Spannungsregelung übernimmt ein 78L05, welcher weniger als 20 mA bewältigen muss. Die Gleichspannungsversorgung zwischen 9 und 25 V mit der genannten Stromstärke dürfte keine Schwierigkeiten bereiten. Da die Schaltung sowieso immer zusammen mit einem Tuner betrieben wird, sollte in der Regel auch dessen 12V-Stromversorgung mitbenutzt werden. Ich verwende dazu eine dreipolige Diodensteckverbindung, über welche gleichzeitig auch das Videosignal geführt wird. Als Tuner kann ein altes Standalone-Gerät aus den guten alten C-64er Zeiten dienen. Auf Flohmärkten findet man dieses kleine, unscheinbare Gerät, das durch seine zwölf Stationstasten an eine Miniorgel erinnert, zu einem meist relativ günstigen Preis. Zur Zeit erprobe ich eine moderne Schaltung mit einem I2C-programmierten Minituner, welcher ebenfalls durch den Mikrocontroller des Frequenznormals angesteuert wird. Eine automatische Programmwahl ist in Erprobung. Für diese Erweiterungen sind die Signalisierungsleitungen in einer Art „Timesharing" für die Datenübertragung zu anderen Bausteinen mit vorgesehen.
Das Ablaufsteuerung des Frequenznormals erledigt der µP. Das Flussdiagramm verdeutlicht die Funktion dieses Bausteins. Ausführungen zur Software finden sich ausführlich an anderer Stelle dieser Veröffentlichung.
 
 
Die Hardware ist so ausgelegt, dass die Regelung in der Lage ist, den Quarzoszillator in einem Bereich von ca. 200 Hz zu korrigieren. Dabei werden in jedem Programmzyklus kleinste Abweichungen oder übertragungsbedingte „Ausreißer" (>10 -6) durch eine Low-Current-LED signalisiert. Dank der langen Zeitkonstante fallen solche Störungen gewöhnlich gar nicht ins Gewicht. Nach Belieben kann hier ein 3kHz-Piepser, mit eingebauter Elektronik für einen Spannungsbereich ab 3 V und wenigen Milliampere Betriebsstrom parallel geschaltet werden. 
Der Arbeitspunkt der relativ geringen Abstimmspannung wurde in die Mitte des günstigen Bereiches zwischen 1 V und 4 V gelegt. Dort beträgt die Steigung der Nachstimmspannung etwa 8,5 mV/Hz. Dieser Wert ist gleichzeitig mit einer Regelkonstante von ungefähr 550 mS optimiert. Ein größerer Regelbereich wurde in vielen empirischen Versuchen getestet und schließlich verworfen. 
Es bestand dafür keinerlei Notwendigkeit und außerdem ließ sich dadurch bei den Regeleigenschaften, dem Phasenrauschen und dem Einschwingverhalten nicht mehr die angestrebte hohe Qualität erreichen. Für potentielle Nachbauer finden sich hier einige Anregungen, welche erst nach der Veröffentlichung eingearbeitet wurden.
Diese genannten Kriterien sind in Anbetracht der wenigen Bauteile, der minimalen Ausmaße und dem geringem Stromverbrauch erst messtechnisch, oder im Vergleich mit anderen Frequenznormalen objektiv zu beurteilen. Nebenbei sei hier noch ein Hinweis auf das optimierte Layout der einseitigen Platine ohne Drahtbrücken gestattet! Die fertige Platine wurde abschließend industriell angefertigt. Bestückungsdruck und Lötstopplack lassen den Nachbau zu einem Kinderspiel werden. Was auch beweist, dass noch keiner der unzähligen Nachbauer jemals ein Problem damit hatte.

 
 

4. Signalgewinnung
 

An das eigentliche Empfangsgerät werden keine außergewöhnlichen Anforderungen gestellt. Es ist egal ob Sie das ZDF®-Signal auf terrestrischem Wege oder über Astra®-Sat analog empfangen. Das Kabelnetz war ursprünglich nur als Ersatz für die damals übliche terrestrische analoge Rundfunk-/ Fernsehversorgung der Bürger vorgesehen, um sich aufwändige Antennenanlagen zu sparen. Teilweise konnte man dadurch schwach versorgte Gebiete besser versorgen. Nachdem anfangs nur lokale Sendergruppen installiert waren, kamen bald auch private Anbieter mit dazu. Die Fernsehsatelliten brachten den Rest, und so wurde das Kabelangebot mehr und mehr ausgebaut.
Nachdem aber heute die Digitaltechnik im Fortschreiten ist, und einige Sender "nur" digital ausstrahlen, wurde auch das im Kabel berücksichtigt. Z. Zeit ist beispielsweise in den Kabelnetzen auch das ZDF analog und im "Datenpaket" der Digitalanbieter auch gleichzeitig digital (in wesentlich besserer Qualität) verfügbar. Dieses Digitalverfahren ist aber codierbar und demzufolge softwaregebunden. Für die Benutzung als Frequenznormal ist es daher leider nicht brauchbar.

Man kann nun nicht sagen, wieweit das analoge Signal, welches nach wie vor auf dem Kabel enthalten ist, für mein Frequenznormal nutzbar ist, da in der Zwischenzeit bei den Kopfstationen der Kabelnetze weitgehend unterschiedliche (innovative) Techniken zum Empfang und zum Einspeisen verwendet werden. Die älteren Anlagen sind ganz sicher (noch) brauchbar. So ist es auch hier am Ort in meinem Kabelnetz. Es soll allerdings Anlagen geben, welche alle Sendergruppen digital von den entsprechenden Satelliten empfangen, und digital sowie auch daraus dekodiert analog ins Netz einspeisen. Dann ist es natürlich mit der Frequenzgenauigkeit vorbei. Der einzige Weg, wenn man sicher sein will, ist, es auszuprobieren. Ob und wie lange das auf Dauer anhält, ist allerdings nicht zu gewährleisten. Aber das ist logischerweise bei Astra-analog und terrestrisch auch nicht ewig sicher. Möglicherweise kommt man an einen lokalen Techniker 'ran, der einem nötige Informationen geben könnte.
 
Eines ist zu beachten: Beim terrestrischen DVB-T und auch beim Astra-Digital ist bedingt durch die Kanalbündelung eine Anbindung mittels digitaler Sat-Receiver nicht möglicht, das ZDF® als Referenzsignal zu extrahieren, obwohl auf terrestrischen Richtfunkstrecken digital übertragen wird. Der digitale Zubringer-Richfunk enthält keine Kanalbündelung, wo die Bildinformationen digital gespeichert und über eine Software analysiert (auch wenn sie nicht verschlüsselt sind), anschließend neu zusammengesetzt und schlussendlich wieder analog ausgegeben werden. Dabei geht natürlich der ursprüngliche Takt und damit auch die Frequenzgenauigkeit verloren; hier kann also ausnahmsweise das Modul keine sinnvollen Ergebnisse liefern. Die Zeilenfrequenz des ausgegeben Signals schwankt; ist jedoch über lange Zeit hinweg im Mittel doch wieder konstant. Bei den erzeugten 10 MHz  treten so kurzzeitig periodische Abweichungen von max. bis zu +-8Hz auf. Das ist viel zu viel! Sorry, aber das ist der einzige Wermutstropfen, mit dem diese Technologie und natürlich auch keine der konkurrierenden Anbieter fertig werden kann.

Ist nun eine brauchbare Signalquelle vorhanden, dann leistet der seit über zwei Jahrzehnten bekannte und zwischenzeitlich fast allseits verfügbare SCART-Ausgang moderner audiovisuellen Unterhaltungselektronik zur Signalauskopplung beste Dienste. Diese meistverbreitetste Schnittstelle der Audio-/ Videoindustrie, früher oft auch wegen seiner flächendeckenden einheitlichen Normung auch als Euro-AV  (Europa-Audio-Video) bezeichnet, erlaubt  ohne in vorhandene Technologie, teils lebensgefährliche Eingriffe machen zu müssen eine gefahrlose bidirektionale Kopplung unterschiedlichster Geräte. Das für unsere Anwendung notwendige FBAS-Signal kann hier in Normpegel gefahr- und problemlos abgenommen werden, während Experimente mit eigenen Auskoppelversuchen an Fernsehchassis durch teilweise fehlende Potentialtrennung bei älteren SW-Geräten und auch bedingt durch die Erzeugung der notwendigen Hochspannung im Zeilentrafo ein unkontrollierbares Risiko für den Nichtfachmann darstellen. Bitte beachten Sie das als potentieller Nachbauer  in Ihrem eigenen Interesse.
 
Die hier dargestellte Lösung bedarf keinerlei Eingriffe in ein Fernsehgerät noch fordert sie irgend welche Umbauten. Ich würde es nämlich als unverantwortlich und auch für den Anwender unakzeptabel empfinden, wenn ich eine Lösung konzipieren und puplizieren würde und dann gar auf die Dringlichkeit der absolut lebensgefährlichen Gefahren bei Eingriffen in Fernsehgeräte nicht erwähnen würde. Ich erspare mir, näher darauf einzugehen, aber dennoch wurde kürzlich in einer Clubzeitschrift eine, meines Erachtens in dieser und auch in technischer Sicht absolut mangelhafte Puklikation vorgestellt und glorifiziert. Der Leser dieser Seite möge meine kritische Haltung zum Wohle seiner eigenen Gesundheit verstehen.
 

Als Notlösung empfehle ich da noch eher eine induktive Ankopplung mit einer kleinen Ferritantenne an einen Fernsehempfänger mit laufendem Programm, sofern wirklich kein SCART-Anschluss oder kein seperater, eigener, passender Tuner verfügbar sein sollte
 
 
Wichtiger Hinweis: Um es nochmals in aller Deutlichkeit zu sagen: Finger weg vom Fernsehchassis  -  Es geht auch anders!


 
 
Infos zur neuen TechnikInfos zur neuen TechnikGanz aktuell - alte Technik neu aufgelegt! (Klicken Sie auf die Bilder!)
Nachdem die analoge Ära der Videoübertragung bald dem Ende zu geht habe ich mich nach einer Alternative für die unzähligen Anwender des Frequenznormals umgesehen. Nach langer Entwicklungszeit habe ich nun die optimale Lösung gefunden: Sie können das Videofrequenznormal unverändert weiter verwenden! Allerdings erfolgt die alternative Ansteuerung mit einem GPS-Empfänger und einer kleinen Elektronik, welche aus dem GPS-Signal ein H-Sync-Signal von 15,625 kHz erzeugt, das anstelle des ZDF-Video-Signals in das altbekannte Modul eingespeist wird. Dabei greife ich natürlich auf die bewährte Technologie meines GPS-Frequenznormals zurück, die ich in den letzten Jahren entwickelt habe. Die ganze Elektronik samt Netzteil sitzt auf einer kleinen Platine mit 10 x 6 cm Größe, aus welcher auch gleich die Stromversorgung des Frequenznormals erfolgen kann.  Als Empfänger dient eine spezielle, von mir umgebaute GPS-Maus, welche deshalb exklusiv nur von mir erhältlich ist. Ich habe natürlich zwischenzeitlich auch Platinen industriell fertigen lassen! 

 

Varicapersatz!Auch die verwendete Varicap in den eingangs gezeigten Varianten ist in der Zwischenzeit zur Mangelware geworden. Hier ist die Alternative!
 

5. Wertung
 

Wie schon angedeutete, haben sich in letzter Zeit wieder einige Tüftler, und auch einige Elektronikversandfirmen mit diesem Thema beschäftigt und mehr oder minder gute, häufig aber leider sehr unbefriedigende Projekte entwickelt, mit welchen sich o. g. Lösung sowohl in Präzision, Effektivität und Performance als auch im Aufbau und vor allen Dingen in der Technik messen lassen. Der geneigte Interessent möge selbst kritisch und möglichst objektiv die genannten Aspekte - besonders den o.g. Sicherheitshinweis - vergleichen, ehe er den Nachbau einer vermeintlichen Superlösung, bzw. eine Eigenentwicklung wagt. Es bleibt dem kompetenten Leser selbst überlassen, sich selbst ein Urteil zu bilden.
 
Funkamateur
   Meine erste allgemeine Veröffentlichung dieses Projekts erfolgte in der Fachzeitschrift  "Funkamateur®", Nummer 3/99 bis 5/99. Eine Weiterentwicklung ist geplant.

 
 

6. FAQs
 
 
 
FAQs Das hier beschriebene Modul muss aus einer geeigneten Videoquelle versorgt werden. Aber nicht jeder ist firm mit SCART-Steckerbelegung und Videoanschlüssen. Hingegen kennen man das Prinzip einer PLL bei den überall verwendeten Frequenzsythesizern sehr genau. Warum nun diese nicht zum Frequenznormal passen sollte, ist anfangs nicht jedem klar. Und wer dann das Frequenznormal als Mutteroszillator in ein eigenes Gerät einbauen möchte und einen vorhanden TCXO integrieren möchte, ist schnell geneigt, das Modul mit einem solchen verbessern zu wollen. Antworten auf diese häufig gestellte Fragen (FAQs) findet der geneigte Leser hier
.

7. Ist Ihr Interesse an der Technik geweckt?

Wenn Sie an meinem Projekt Interesse gefunden haben, dann kopieren Sie bitte diese Seite nicht einfach auf Ihre Homepage, sondern setzen Sie einen Link. Das hat den großen Vorteil, dass die Aktualität immer gewahrt bleibt. Außerdem schützt es vor Missverständnissen, was die Vergangenheit zeigte, wenn jemand unvermittelt auf einen betagten Klon stoßen würde, ohne dort Angabe über Bezug und Herkunft vorzufinden. Man ist ja als Auto schließlich doch ganz schön arm dran, wenn man an seinem geistigen Eigentum nichts mehr ändern kann (auch mögliche Fehler kann man dann nicht mehr korrigieren!), nur weil jemand meinte (ohne ihm eine böse Absicht unterstellen zu wollen!), den status quo ein für allemal bevormunden und verewigen zu müssen.
 
 
 
 

8. Sind Bausätze und Bauteile erhältlich?

Sind Sie interessiert, dieses Projekt nachzubauen, so frage Sie einfach hier per Preisanfrage beim Autor bezüglich Bausätzen und Bauteilen beim Autor an!
 
 
 
 

9. Resümee

Wer bastelt und dabei digitale Frequenzmessgeräte verwendet, jedoch dieses Vergleichsnormal noch nicht hat, ist wirklich selber schuld!
 
 
Alle nicht durch Quellenangaben ausgewiesenen technischen Detail, speziell die Frequenzregelung mit dem Mikroprozessor stammen vom Autor selbst. Diese Konzepte sind urheberrechtlich geschützt. Die vorgestellte Technik ist ausschließlich für Anwendungen von Funkamateuren bestimmt. Eine kommerzielle Nutzung dieser Techniken und die gewerbliche Vermarktung, sei es auch nur die reine Reproduktion der Schaltung für nicht private Zwecke im Gesamten, in Details sowie in abgeänderter Form sind nur mit schriftlicher Zustimmung des Entwicklers statthaft.

 
 
 
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last Update: 2006-06-23

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